Warme Stube statt kalte Füße – so kommen deine Vögel gut durch den Januar
- kl2215
- vor 4 Tagen
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Auch für Ziervögel wie Wellensittiche, Kanarien & Co. bringt der Winter einige Veränderungen. Im Januar sind die Tage kurz und die Temperaturen niedrig, das wirkt sich sowohl auf in der Wohnung gehaltene Vögel als auch auf gefiederte Freunde in Außenvolieren aus. Damit deine Vögel gesund und munter bleiben, solltest du jetzt ein besonderes Augenmerk auf ihr Umfeld und ihr Verhalten legen.

Probleme in der Winterzeit
Kälte in Außenvolieren
Viele Vogelhalter:innen haben ihre Lieblinge im Sommer draußen, doch im Januar kann klirrende Kälte für exotische Vögel lebensbedrohlich werden. Wellensittiche und Kanarienvögel etwa sind zwar robust, brauchen aber spätestens bei Temperaturen unter ca. +10 °C einen frostfreien Rückzugsort. Ohne beheiztes Schutzhaus drohen Erfrierungen an den Zehen und allgemeine Schwächung.
Heizungsluft und Zugluft drinnen
Wohnungsvögel sind vor Schnee und Frost geschützt, dafür kämpfen sie im Winter oft mit dem Raumklima. Trockene Heizungsluft kann die empfindlichen Schleimhäute in den Atemwegen reizen. Noch gefährlicher ist Zugluft: Sitzt dein Vogel im Luftzug eines angekippten Fensters oder der Tür, kann er sich leicht erkälten.
Weniger Tageslicht
Im Winterhalbjahr kriegen Vögel weniger natürliches Licht ab. Das kann den Biorhythmus beeinflussen – einige Vögel werden ruhiger oder brüten mangels Licht gar nicht. Manchmal führt Langeweile dazu, dass sie mehr fressen oder anfangen, ihr Gefieder zu rupfen.
Wintergerecht handeln
Temperiertes Schutzhaus
Falls deine Vögel in einer Außenvoliere leben, sorge jetzt unbedingt für einen warmen Schutzraum. Die Temperatur dort sollte möglichst nie unter +10 °C fallen. Isoliere das Schutzhaus gut und kontrolliere am besten mit einem Thermometer. Notfalls installiere eine sichere Heizung oder Wärmelampe (mit Schutzgitter), um Frost zu vermeiden.
Keine Zugluft & schonende Heizung
Halte deine Vögel im Haus von kalten Luftzügen und direkten Wärmequellen fern. Die Voliere sollte an einem zugfreien Standort stehen, nicht direkt am Fenster oder in der Türnähe. Ebenso wenig gehört ein Vogelkäfig unmittelbar neben die Heizung, da die trockene Luft die Atemwege belastet. Besser ist ein etwas kühlerer, aber dafür gleichmäßig warmer Raum. Kurzes Stoßlüften ist wichtig für frische Luft, aber bring die Vögel währenddessen in einen anderen Raum, damit sie keinen Zug abbekommen.
Beleuchtung & Aktivität
Da das natürliche Tageslicht rar ist, hilf mit künstlichem Licht nach. Spezielle Vollspektrum-Vogellampen spenden Licht und sogar etwas UV-Strahlung (wichtig für die Vitamin-D-Bildung). Schalte das Licht so, dass deine Vögel auf etwa 10 bis 12 Stunden Helligkeit kommen. Beschäftige deine Vögel in dieser Zeit: Sprich mit ihnen oder gib ihnen frische Zweige zum Knabbern. Neue Spielzeuge sorgen ebenfalls für Abwechslung. Wenn deine Vögel handzahm sind oder gut im Zimmer fliegen, lass sie auch im Winter regelmäßig kontrolliert fliegen – Bewegung hält sie fit und vertreibt Langeweile.
Fütterung im Winter
Biete deinen Vögeln auch im Januar eine ausgewogene Ernährung. Frisches Grün und Obst sind wertvolle Vitaminlieferanten – auch Sittiche knabbern z.B. gerne an einem Salatblatt oder einem Stück Apfel. Keimfutter ist im Winter eine tolle Ergänzung: Du kannst Körner ankeimen lassen, so bekommen deine Vögel besonders nährstoffreiche Kost. Vermeide dagegen übermäßige ölhaltige Saaten als „Dickmacher“, wenn deine Tiere sich weniger bewegen.
Fazit
Mit der richtigen Fürsorge kommen deine Vögel fröhlich durch die Winterzeit. Sorge für einen zugluftfreien, ausreichend warmen Lebensraum und gönne ihnen etwas Extra-Licht und Aufmerksamkeit. So bleiben auch kleine Piepmätze im Januar gesund und gut gelaunt und du kannst ihr fröhliches Zwitschern ohne Sorge genießen.


