So überstehen Aquarium- und Teichfische den Winter
- kl2215
- vor 4 Tagen
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Anders als Hund oder Katze bekommen Fische die Winterkälte zwar nicht direkt zu spüren, doch auch sie sind von den Jahreszeiten betroffen. Im Januar können niedrige Temperaturen, weniger Tageslicht und geänderte Pflege-Routinen Einfluss auf deine Aquarienbewohner und Teichfische haben. Mit ein paar winterlichen Maßnahmen stellst du sicher, dass es deinen Fischen an nichts fehlt.

Herausforderungen bei Kälte
Aquarium im Wohnraum
In unbeheizten oder nachts stark auskühlenden Räumen kann das Aquarienwasser im Winter deutlich abkühlen. Dein Heizstab muss dann auf Hochtouren arbeiten; ist er zu schwach dimensioniert, sinkt die Wassertemperatur eventuell unter den Sollwert. Schon wenige Grade weniger machen tropische Zierfische träger und können bei empfindlichen Arten Krankheiten begünstigen. Auch starke Temperaturschwankungen, etwa durch Zugluft oder kaltes Frischwasser beim Wasserwechsel, sind eine Stressquelle für Fische.
Gartenteich im Frost
Teichfische wie Goldfische oder Koi fallen im Winter in eine Ruhephase und verharren am Boden des Teiches. Problematisch wird es, wenn die Wassertiefe zu gering ist oder die Oberfläche komplett zufriert. Dann droht Sauerstoffmangel, da kein Gasaustausch mehr stattfindet. Außerdem können Faulgase aus dem Bodenschlamm nicht entweichen, was für die Fische tödlich enden kann. In sehr flachen Teichen besteht sogar die Gefahr, dass das Wasser bis zum Grund durchfriert – ein sicheres Todesurteil für die Tiere.
So hilfst du Aquarium- und Teichfischen
Aquarium warm halten
Überprüfe im Januar regelmäßig die Temperatur deines Aquariums. Stelle sicher, dass der Heizstab leistungsstark genug ist und die eingestellte Wärme wirklich erreicht wird. Gegebenenfalls lohnt sich ein zweiter Heizstab oder ein Modell mit höherer Wattzahl. Du kannst das Becken auch besser isolieren: Eine dünne Styroporplatte hinter dem Aquarium oder eine Abdeckung obenauf helfen, die Wärme im Wasser zu halten.
Kein Zug am Becken
Platziere dein Aquarium nicht direkt neben einem Fenster oder einer Außentür, wo kalte Luft hereinkommt. Auch direkt über einem Heizkörper ist kein guter Standort: Durch häufiges An- und Ausschalten der Heizung kann es zu Temperaturschwankungen kommen. Im Winter solltest du das Aquarium lieber konstant etwas wärmer halten, anstatt die Fische oft zwischen warm und kühl pendeln zu lassen.
Teich vor dem Zufrieren schützen
Wenn dein Gartenteich mindestens 1 bis 1,2 Meter tief ist, können gesunde erwachsene Fische dort meist überwintern. Sorge jedoch dafür, dass der Teich nicht vollständig zufriert. Halte mit geeigneten Mitteln ein Loch in der Eisdecke offen – zum Beispiel mit einem speziellen Eisfreihalter oder indem du an einer Stelle regelmäßig heißes Wasser aufgießt. Wichtig: Schlage nie auf das Eis, denn der Schock könnte die Fische verletzen oder töten. Entferne Laub und abgestorbene Pflanzenreste aus dem Wasser, damit diese nicht am Boden verfaulen. In sehr kalten Wintern hilft es, einen Teil der Schnee- oder Eisdecke vom Teich zu entfernen, damit etwas Licht ins Wasser dringt und die Algen Sauerstoff produzieren können.
Fische richtig füttern
Im beheizten Wohnungs-Aquarium ändert sich der Futterbedarf deiner Fische kaum. Teichfische brauchen im Winter in der Regel kein Futter. Bei Wassertemperaturen unter etwa 8 °C stellst du die Fütterung komplett ein, da die Tiere in Kältestarre nichts mehr verdauen. Sobald es im Frühjahr wieder wärmer wird und die Fische aktiv umherschwimmen, kannst du vorsichtig mit leicht verdaulichem Futter wieder anfangen.
Fazit
Ob tropisches Aquarium oder heimischer Gartenteich: Mit ein wenig Planung kommen deine Fische gut durch den Winter. Achte auf stabile Wassertemperaturen und eine ausreichende Sauerstoffversorgung im Teich. So bleiben deine Flossenträger gesund und du kannst dich auch in der kalten Jahreszeit an einem lebendigen, prächtigen Unterwasserreich erfreuen.


