Mollig warm und gesund – Wintertipps für Kleintiere im Januar
- kl2215
- vor 4 Tagen
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Nagetiere sind robuste kleine Gesellen, doch im eisigen Januar brauchen auch sie unsere Hilfe. Während wir uns im Warmen einkuscheln, müssen draußen gehaltene Kleintiere gegen Kälte, Nässe und Futterknappheit ankommen. Aber auch Meerschweinchen, Wohnungskaninchen oder Hamster spüren den Winter, etwa durch trockene Heizungsluft oder kürzere Tage mit weniger Beschäftigung. Hier erfährst du, welche Winterprobleme es gibt und wie du deine kleinen Lieblinge jetzt optimal versorgst.

Winterliche Herausforderungen
Kälte und Trockenheit
Kleintiere, die ganzjährig draußen leben, sind an kühle Temperaturen gewöhnt. Dennoch drohen bei unzureichendem Schutz Unterkühlung und Erfrierungen. Vor allem kleinere Kaninchenrassen und zierliche Meerschweinchen verlieren Wärme schneller und sind stärker gefährdet. Gefrorenes Trinkwasser und verschneite Gehege erschweren die Versorgung. In der Wohnung wiederum machen trockene Heizungsluft und Zugluft den kleinen Tieren zu schaffen, ihre empfindlichen Atemwege können reagieren und Zugluft führt schnell zu Erkältungen.
Langeweile und Bewegungsmangel
Im Winter fällt frisches Grün im Freigehege weg, und Ausflüge in den Garten oder auf den Balkon entfallen oft. Weniger Abwechslung bedeutet leider schnell Langeweile. Manche Tiere neigen dann dazu, sich dick in ihr Häuschen zurückzuziehen und werden träge, was ihrer Gesundheit nicht guttut.
Konkrete Tipps für drinnen & draußen
Geschützte Unterkünfte draußen
Wenn du deine Kaninchen oder Meerschweinchen draußen hältst, richte ihren Stall winterfest ein. Ein gut isoliertes Schlafhaus mit dicken Schichten Stroh als Einstreu ist Pflicht: Es hält die Wärme und bietet den Tieren ein gemütliches Nest. Stelle den Stall an einen wind- und wettergeschützten Ort und decke ihn bei extremer Witterung zusätzlich mit einer Decke oder Plane ab, achte aber auf genügend Luftzufuhr.
Gemeinsam wärmen
Kleintiere sollten im Winter nie allein gehalten werden. Zu zweit oder in der Gruppe können sie sich aneinanderkuscheln und spenden sich gegenseitig Wärme.
Wasser und Futter
Kontrolliere mehrmals täglich die Trinkgefäße. Wasser gefriert bei Frost sehr schnell und muss rechtzeitig erneuert werden. Biete viel energiereiches Futter an. Vitamin-C-haltiges Grünfutter (z.B. etwas Kohl oder Paprika) stärkt besonders Meerschweinchen in der kalten Jahreszeit. Durch ein paar Leckerli-Suchspiele im Gehege animierst du deine Tiere außerdem, sich zu bewegen und warm zu bleiben. Schwächere, kranke oder sehr alte Tiere sollten im Winter lieber ins Haus umziehe.
Wohlfühlklima drinnen
Wohnungs-Kleintiere darfst du im Januar ruhig ein bisschen verwöhnen. Achte darauf, dass ihr Käfig oder Gehege nicht direkt an der Heizung oder in der Zugluft steht. Ein Standort fern von Fensterspalt und Tür ist ideal. Sorge für eine ausreichende Luftfeuchtigkeit im Raum, zum Beispiel durch ein feuchtes Tuch auf der Heizung, damit die zarten Nasen und Augen nicht austrocknen.
Bewegung & Beschäftigung
Gegen Winterlangeweile hilft viel Abwechslung. Richte deinen Tieren eine Spielecke ein oder lasse zahme Kaninchen in der Wohnung herumlaufen (vorsicht, Kabel sichern!). Biete Tunnel, Häuschen, Pappkartons und frische Zweige zum Knabbern an. Auch drinnen freuen sich Kleintiere über Laubhaufen oder Kisten voller Heu, in denen sie wühlen und nach Futter suchen können. Wichtig ist, dass deine Tiere sich täglich bewegen können – so bleiben sie fit und gesund, selbst wenn es draußen stürmt und schneit.
Fazit
Mit ein wenig Extra-Pflege kommen auch die Kleinsten gut durch den Januar. Ob draußen oder drinnen: Sorge für Wärme, trockenes Futter und genügend Beschäftigung, dann fühlen sich Kaninchen, Meerschweinchen & Co. pudelwohl. Wer seine Schützlinge aufmerksam beobachtet, merkt schnell, was sie brauchen. So überstehen eure Fellnasen die Winterzeit gesund und munter und dürfen dem Frühling gelassen entgegensehen.


